Dass die deutsche “Transnationalmannschaft” der vergangenen WM in Südafrika kein Einzelfall ist, kann man erahnen, wenn man einen Blick auf die deutsche U-17 Mannschaft wirft, die bei der Nachwuchs-WM in Mexiko viel Aufsehen erregte.
Seit Wochen wird die Sportzeitung Equipe von einem Thema beherrscht: sind die Rassismus-Vorwürfe gegenüber dem Nationaltrainer Laurent Blanc gerechtfertigt und wenn ja, muss er dann seinen Posten als Sélectionneur national räumen?
In den letzten Jahren bilden sich zahlreiche Initiativen auf lokaler und auf Landesebene, wie z.B. die Arbeitsgruppe »Vielfalt und Fußball« im Saarländischen Fußballverband. Ziel ist es, Gewalt und Rassismus auf dem Fußballplatz zu bekämpfen. In diesem Zug werden auch Migrantenfußballvereine zum Dialog eingeladen und unterstützt. Das ist wichtig, denn nur (interkulturell) geöffnete Institutionen ermöglichen Partizipation.
Gerade im Fußballverein ist man zwangsläufig darauf angewiesen, mit anderen Vereinen und Organisationen in Kontakt zu treten – in erster Linie auf dem Spielfeld. Nicht selten führen diese Kontakte zu Konflikten. Der Wettkampf stellt eine soziale Beziehung dar.