Schießen heute Błaszczykowski, Lewandowski und Piszczek Borussia Dortmund zur Meisterschaft, waren es in den 1930er Jahren Kuzorra und Szepan, die den Erfolg von Schalke 04 prägten. Allein ihre polnisch klingenden Namen erzählen einen Teil der Migrationsgeschichte im Ruhrgebiet. Markus Bark zeichnet sie in seinem Beitrag auf WDR.de zusammen mit Prof. Stefan Goch nach.
Spekulationen zur Folge soll der Fußballer Mirkan Aydin, der im Ruhrgebiet das Fußballspielen lernte und im Moment für den VFL Bochum kickt, vor einem Wechsel in die Erste Türkische Süperlig stehen. Damit folgt er einem Karrieremuster, das für immer mehr türkeistämmige Fußballer in Deutschland anziehend wirkt.
Wie reagieren auf Gewaltausbrüche im Amateurfußball? Verbände und Vereine erteilen oft harte Strafen – eine falsche Strategie, so Sportwissenschaftler Hans-Georg Lützenkirchen.
Dass die deutsche “Transnationalmannschaft” der vergangenen WM in Südafrika kein Einzelfall ist, kann man erahnen, wenn man einen Blick auf die deutsche U-17 Mannschaft wirft, die bei der Nachwuchs-WM in Mexiko viel Aufsehen erregte.
Ethnisch geprägte Fußballvereine werden oftmals auf deren Gewaltbereitschaft reduziert. Ähnlich wird in der politischen Debatte der letzten Wochen Integration als Maßnahme der inneren Sicherheit wahrgenommen, wie ein Artikel auf Migazin zeigt.
Die Weltmeisterschaft der Frauen steht vor der Tür und erfreut sich mehr Interesse denn je. Die Erfolge der Damen haben den Frauenfußball (zumindest ein Stück weit) vom Randgruppenthema in die breite Öffentlichkeit geholt. Mit Spielerinnen wie Fatmire „Lira“ Bajramaj rückt auch das Thema Migrantinnen im Fußball in die Öffentlichkeit.
Der Theaterregiesseur Neco Celik schreibt zum Saisonende im Tagesspiegel darüber, wie Türkiyemspor in den 80er Jahren seinen Namen erhielt. Und wie der Verein in der letzten Saison unterging.
Roland Preuss berichtet in der SZ über eine Konferenz, die sich mit dem Bild von Migranten in den Medien auseinandersetzte. Welches Bild zeichnen wir mit unserem Im Abseits-Projekt?
Seit Wochen wird die Sportzeitung Equipe von einem Thema beherrscht: sind die Rassismus-Vorwürfe gegenüber dem Nationaltrainer Laurent Blanc gerechtfertigt und wenn ja, muss er dann seinen Posten als Sélectionneur national räumen?
In einem Beitrag für die Bertelsmann-Jugendstudie hat die Soziologin Sybille Picot festgestellt, dass die Engagmentbereitschaft unter Jugendlichen mit Mgrationshintergrund stetig zunimmt.
In Offenbach kooperiert die Polizei mit Migrantenorganisationen und interkulturellen Freiwilligenangenturen, um Bewähhrungshelfer auszubilden. Damit erhofft man sich, die Bewährungshilfe interkulturell zu öffnen und jugendliche Straftäter besser zu erreichen. Ein Modell auch für Fußballvereine?
Am Wochenende tagte die Junge Islamkonferenz, an der auch zwei Mitglieder des »Im Abseits«-Teams äußerst aktiv teilnahmen, nämlich Daniel (als Radiojournalist) und Esra, auf deren Idee das Projekt zurückgeht. Esra hat das Projekt auch im Rahmen ihres Trainees bei der Stiftung Mercator organisiert und geleitet. Hier erste Eindrücke aus der Presse – die vielleicht von Esra und Daniel durch Erfahrungsberichte noch ergänzt werden. Es wurden Fragen aufgeworfen, die auch für das »Im Abseits«-Projekt von Bedeutung sind.