securitization of integration

am 1. Jul 2011 von

Ethnisch geprägte Fußballvereine werden oftmals auf deren Gewaltbereitschaft reduziert. Ähnlich wird in der politischen Debatte der letzten Wochen Integration als Maßnahme der inneren Sicherheit wahrgenommen, wie ein Artikel auf Migazin zeigt.

In der Migrationsforschung wurde in den letzten Jahren beobachtet, wie Migrationsbewegungen immer mehr nach sicherheitspolitischen Gesichtspunkten wahrgenommen und bewertet werden. Dies wird besonders deutlich am Beispiel der politischen Debatten um irreguläre Zuwanderer an den EU-Außengrenzen. Wissenschaftler sprechen von einer»securitazation of migration«.

Was man nun in den letzten Wochen in Deutschland aufkeimen sieht, könnte man als »securitisation of integration« bezeichnen. Die Islamkonferenz wird auch als Sicherheitskonferenz genutzt, um muslimischem Fundamentalismus und Terrorismus vorzubeugen, und Kanzlerin Merkel verknüpft die Themen Jugendgewalt und Integration. Ähnlich wird oftmals die (Des-)Integration von türkeistämmigen Fußballern auf deren hohe Gewaltbereitschaft verkürzt, ohne weitere soziale Kriterien zu berücksichtigen. Ausdruck findet dies in einer breiten wissenschaftlichen und medialen Berichterstattung zu so genannten »ethnisch-kulturellen Konflikten« im Sport.

Hier geht es zu dem Artikel Integration als Maßnahme der inneren Sicherheit.